Mittwoch, 20. Juli 2011

Langeweile

Ein Blitz der durch das Zimmer flöge,
Ganz gelb und furchtbar hell,
Der wär in dieser Langeweile,
Bestimmt ganz originell.

Samstag, 16. Juli 2011

Vollkommen

Siehst Du den Himmel?
Der, egal ob wolkenverhangen
Oder stahlblau,
Immer doch vollkommen ist?

Schmeckst Du das Meer?
Das, egal ob sturmdurchtost
Oder seelenruhig,
Niemals verlangt anders zu sein?

Hörst Du den Wind?
Der, egal ob wutendbrannt
Oder hauchzart,
Keinen Ehrgeiz verspürt?



Freitag, 15. Juli 2011

Das wahre Glück

Das wahre Glück, das hat zum Preis
So viele Tränen, Blut und Schweiß.
Tausend Opfer und noch mehr!
Ja, der Weg dort hin ist schwer!

Doch übrigens... man findet's auch
Mit vollem Glas und vollem Bauch!

Meer

Ich liebe deinen schlichten Morgen
Mit seiner grauen Schönheit.
Der mich erinnert und vergisst,
Und der mir zeigt, was Liebe ist.

Ich liebe deinen ruhigen Tag
Mit seiner süßen Leichtigkeit.
Der einfach da ist, hier und jetzt,
Mit seinem Licht wie goldbesetzt.

Ich liebe deinen blauen Abend
Mit seinem sanften Rauschen.
Der von nichts weiß, was anders soll,
Der aus dir spricht - verheißungsvoll.

Ich liebe deine tiefe Nacht
Mit Ihrer wilden Brandung.
Die tief in Brust und Herz mir dringt,
Und mir vom Sinn im Leben singt.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Nie nah genug

Nur einen Gedanken weit treibt mich mein Sinn.
Reich mir die Hand, ich führe dich hin.
Doch kann ein Gedanke, so nah er auch mir,
Niemals wirklich gelangen zu dir.

Ganz gleich, wie nah wir uns sind...
Wir bleiben zwei, wir bleiben blind.

Traumfinder 2

Traumfinder geht, wohin er geht
Und es sind seine eigenen Wege.

Traumfinder hört, hört sich, hört hin
Und weiß doch, dass zu viel geredet wird.

Traumfinder fühlt es, Schmerz und Glück
Und weiß, dass die Münze zwei Seiten hat.

Traumfinder ist niemals
Andersseher
Andershörer
Andersfühler. 
Traumfinder ist alles.
Selbst.

Traumfinder sind selten.

Traumfinder

Geh, wohin du gehst,
Aber schreite auf deinen eigenen Wegen.

Hör, was immer es zu hören gibt,
Aber benutz deine eigenen Ohren.

Sieh, was Du sehen musst,
Aber glaub nicht, dass es ein anderer auch so sieht.

Fühle, was immer du fühlen magst,
Aber pass auf, dass es echte Gefühle sind.

Fremdgeher, Fremdhörer, Fremdseher und Fremdfühler gibt es genug.

Lass dich umträumen
Lass dich aufbäumen
Lass dich überbuttern

Und dann fang an zu wollen.
Das Wollen trägt dich, zieht dich.
Aber es muss dein Wollen sein,
Echtes Wollen, ehrliches Wollen.

Denn Anderswoller gibt es genug.

Was die wollen...

70 Wüsten soll ich durchqueren,
100 Mahlzeiten entbehren.
50 willig Jungfrau'n trotzen,
Ohne einmal geil zu glotzen.
30 Riesenschnecken essen,
Einen weißen Hai ausmessen.
In Frankreich auf 'n Bahnhofsklo
Mit Almöhi 'ne Nacht im Stroh.
Einen Tag wär ich 'n Zwerg,
Und morgen Doktor Gutenberg.
Am nächsten Tag die Koch-Mehrin,
Kein Internet, ich glaub ich spinn!
Besuch 'n Konzert von Diether Bohlen.
Ohne Zigaretten holen!
Das alles wollen die von mir!!!
- na ja, dann bleib ich eben hier...

Dein Meer


















Ich sehe das Meer, so grau, so tiefgrau,
spüre, wie machtvoll der Wind um mich greift.
Höre das Lied über dich ganz genau,
das meine Seele zärtlich streift.

Woher kennen Meer und Sturm denn dein Lied?
Hab es doch eingeschlossen tief in mir.
Mein Herz war es, der es den beiden verriet,
Denn ich weiß - Meer und Wind gehören dir.

Es ist aus...

Bitter sagst du: "Es ist aus!"
Und wirfst mich raus aus Herz und Haus.

Krachend fällt die Tür ins Schloss,
Was mach ich ohne dich nun bloß?

Werde von der Brücke springen,
In Fluten mit dem Tode ringen!

Qualvoll werde ich versinken,
An fernen Ufern faulen, stinken.

Wenn du's hörst, dann wirst du Schreien,
Betteln, flehen und bereuen.

Doch dann ist es lang vorbei,
Dein Leben ist mir einerlei!

Windest Dich in bitt'rem Schmerz,
Sehnend sucht Dein blutend Herz.

Ja, ich werd' sterben! Du wirst weinen!
... Oder ich trink mir erstmal einen*...


* "Ich trink mir einen!" ist eine beliebte und gebräuchliche Redewendung hier bei uns im Ruhrgebiet. Verstört musste ich zur Kenntnis nehmen, dass dieser Ausspruch im restlichen Teil von Deutschland eher unbekannt ist. Nun denn... Prost!

Bei mir...

Vernünftiger als andre Leute,
Mit dem Kopf im Hier und Heute.
Reinlich stets und gut gelaunt
über Wenig noch erstaunt.

Im Allgemein gut beschlagen,
In Form in allen Lebenslagen.
Ein vollkommener, echt patenter Mann,
Einer, der wohl alles kann!

Zu jeder Zeit das rechte Wort,
Und stets, na klar, am rechten Ort.
Schlauer sein und blitzgescheit,
- tja, damit ist's bei mir nicht weit...

Seligkeit

Mein Leben liegt stumm
Auf meinem Herzen.
Kein Schleier herum,
Kein Wollen, kein Schmerzen.

Nur dieses Glück,
Das stille Verzücken,
Das 'Nie mehr zurück'
Gottes eiserne Brücken.

Lass mich gut sein

Lass mich gut sein.
Das ist alles was ich will.
Lass mich ehrlich sein.
Verlange ich zu viel?

Lass alles von mir ab.
Jeden Ballast und allen Tand.
Lass nur zurück, was wirklich ist.
Tief und eins mit Dir - verwandt.